CAS Digitale Kulturen

Digitale Transformationen in Kultur und Gesellschaft stehen im Zentrum des 15-tägigen CAS in Digitalen Kulturen. Erklärtes Ziel ist die Erarbeitung einer unabhängigen, eigenständigen Handlungsposition im Kontext von Digitalitsierung. Welche digitalen Strategien stehen kleinen, mittleren und grossen Kulturinstitutionen und -Initiativen in der Kulturproduktion und -Vermittlung, der Arbeitsorganisation und in der Kommunikation zur Verfügung? Welche neuen Technologien bieten sich für Kulturprojekte an?

Sie treten mit Expert/innen verschiedenster Disziplinen in Kontakt und erfassen die kultur- und gesellschaftsverändernden Funktionen des Digitalen aus den Perspektiven der Kulturproduktion, Arbeitsorganisation, Vermittlung, Kommunikation und Archivierung. Die Dozierenden des Lehrganges sind u.a. Kurator/innen, Kunstschaffende, Organisations- und Zukuftsforscher, Medienwissenschaftler/innen, Marketing- und Kommunikations-Fachleute und Rechtsexperten. Im CAS in Digitalen Kulturen steht somit die Digitalisierung aus der Perspektive der Kulturschaffenden, -vermittler und -institutionen im Zentrum. Durch die Digitalisierung entstehende Potentiale für die Kulturarbeit werden aufgezeigt.

Sie setzen sich mit kritischen Debatten zur Bedeutung des Digitalen für Kultur und Gesellschaft auseinander und diskutieren die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen digitaler Anwendungen im heutigen Kulturbetrieb. Im Fokus stehen der Einsatz neuer digitaler Medientechnologien im Arbeitsfeld Kultur, digitale Rechtsfragen sowie der Nutzen von sozialen Medien und Netzwerken für Fundraising, Marketing und Kulturvermittlung. Der CAS in Digitalen Kulturen behandelt die Relevanz des Digitalen für Kultur und Gesellschaft einschliesslich seiner Herausforderungen für den Schutz und Erhalt von Kulturerbe. Der Lehrgang vermittelt Ihnen den neuesten Wissensstand und zeigt anhand von Praxisinputs auf, wie digitale Technologien für Kulturprojekte nutzbar gemacht werden können.

Modulplan: Daten und Inhalte 2020

Digitale Kultur & GesellschaftDigitale KulturarbeitTools & Anwendungen
Medienwandel in Kultur und GesellschaftDigitale Produktion und  Distribution

Webanwendungen und Kommunikation

Geschichte, Theorie und Praxis digitaler MedienDigitales KulturmarketingTransmedia Storytelling
Soziale Netzwerke: Partizipation und Theorie Digitales Kuratieren, Vermitteln und Archivieren Best Practice mit Praxisinputs
Kulturelles Gedächtnis in der digitalen GesellschaftDatenschutz und RechtDenken und Konzeption in der Digitalen Sphäre

Der CAS in Digitalen Kulturen ist ist ein Wahlmodul des MAS in Kulturmanagement, das der Spezialisierung dient.

Zielpublikum

Der CAS Digitale Kulturen richtet sich insbesondere an Kulturschaffende und Fachkräfte in Kulturbetrieben, Verwaltungen und Museen, die eine kompetenzorientierte Weiterbildung an der theoretisch-praktischen Schnittstelle zwischen Kulturreflexion und digitalisierter  Arbeitswelt im Kultursektor suchen. Der CAS in Digitalen Kulturen ist ein Wahlmodul des MAS in Kulturmanagement.

Kursorganisation

Der CAS Digitale Kulturen umfasst 15 Präsenzstudientage inklusive Lab und wird mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen. Die Lehrveranstaltungen finden in der Regel in einem zweiwöchigen Rhythmus an jeweils zwei Tagen (Freitag und Samstag) in Basel statt. Die Studierenden erwerben die erforderlichen 12 ECTS-Punkte durch ihre Präsenz und aktive Mitwirkung im Unterricht, durch einen Teilnahmenachweis (Reflexionsbeitrag) und eine schriftliche Prüfung.

Abschluss

Das Certificate of Advanced Studies (CAS) wird von der Universität Basel verliehen. Mit dem Abschluss des CAS in Digitalen Kulturen erwerben Sie 12 ECTS-Leistungspunkte. Der Zertifikatslehrgang ist ein Wahlmodul des MAS in Kulturmanagement.

Übersicht

Nächste Durchführung10. Januar 2020 - 4. Mai 2020
Info-Veranstaltung
Anzahl Studientage15 Präsenztage, Prüfungstag

KostenCHF 5‘800.- inkl. Lernmaterialien 
AbschlussZertifikat der Universität Basel

Die Dozierenden sind unter anderem: Prof. Dr. Dr. Ayad Al-Ani (Organisationsforscher, Assoziierter Forscher am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft Berlin), Sabine Himmelsbach und Boris Magrini (Direktorin und Kurator Haus der elektronischen Künste Basel), Prof. Dr. Sabine Fischer (Professorin für Ideenökonomie in der digitalen Transformation), Dr. Dominik Landwehr (Multimedia Specialist), Prof. Dr. Lukas Rosenthaler (Management Team Digital Humanities Lab Universität Basel), Adrian Kelterborn (Transmedia Specialist/Prismago AG), Prof. Dr. Katarina Stanoevska-Slabeva (Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement, Universität St. Gallen), die!Mediengruppe Bitnik(Berlin/Zürich) sowie Astrom / Zimmer aus Zürich.

Ayad Al-Ani, Prof. Dr. Dr. Organisationsforscher, Geschäftsführer der Beratungsagentur tebble, Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam (D), Assoziierter Forscher am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft Berlin (D), Ao. Professor School of Public Leadership Stellenbosch University Südafrika Digitale Kultur und Gesellschaft
Adrian Kelterborn
Prismago AG
Transmedia Storytelling
Ulla Autenrieth, Dr. Wissenschaftliche Assistentin, Seminar für Medienwissenschaften Universität Basel Theorie und Praxis digitaler Medien / Social Media
Peter Fornaro, Dr. Management Team Digital Humanities Lab Universität Basel  Kulturelles Gedächtnis und Kulturerbe in der digitalen Gesellschaft
Sabine Himmelsbach Direktorin Haus der elektronischen Künste Basel (HeK) Digitales Kuratieren und Vermitteln
Dominik Landwehr, Dr. Kultur- und Medienwissenschaftler, Leiter des Bereichs Pop und Neue Medien, Direktion Kultur und Soziales des Migros-Genossenschafts-Bund Digitales Produzieren, Publizieren und Kuratieren
Sabine Fischer, Prof. Dr.

Unternehmensberaterin und Professorin für Ideenökonomie in der digitalen Transformation. Sie lehrt und lernt als Professorin an Universitäten/Hochschulen in Berlin, Zürich, Basel, Bern, an der Lomonosov University in Moskau und der Universidad San Pablo in Guatemala.

Konzeption und Denken in der Digitalen Sphäre
Nicolas Mosimann, Dr. iur Rechtsanwalt Kellerhals Carrard Basel Datenschutz und Urheberrecht
Lukas Rosenthaler, Prof. Dr. Management Team Digital Humanities Lab Universität Basel Kulturelles Gedächtnis und Kulturerbe in der digitalen Gesellschaft
Domagoj Smoljo Künstler, !Mediengruppe Bitnik Lab (Projektentwicklung)
Katarina Stanoevska-Slabeva, Prof. Dr. Titularprofessorin und Lehrstuhlvertretung Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement, Team Digital Communication, Universität St. Gallen   Digitales Marketing
Carmen Weisskopf Künstlerin, !Mediengruppe Bitnik Lab (Projektentwicklung)
Lukas Zimmer, MA
Astrom/Zimmer Medien, Kunst, Technologie

In ausgewählten Studientagen ergänzen Kulturschaffende, Leiter/innen / Projektverantwortliche aus Kulturinstitutionen und /oder Freiberufliche mit ihrem Praxisbezug die Unterrichtseinheiten.

 


Durch die Digitalisierung wird der Kulturbetrieb offener. Gleichzeitig können Künstliche Intelligenzen die Kulturschaffenden in ungeahnter Art und Weise unterstützen. Schaffen Menschen, die immer weniger im ökonomischen Produktionsprozess gebraucht werden, mehr Raum und Möglichkeiten für Kultur?

Prof. Dr. Ayad Al-Ani, Berlin