CAS Kulturpolitik und Kulturrecht

Mit dem Zertifikatslehrgang gewinnen Sie ein Verständnis für kulturpolitische und rechtliche Zusammenhänge und ein Orientierungswissen über die Kulturförderlandschaft.

Welche Themen und Debatten prägen die aktuelle Kulturpolitik und welche Auswirkungen hat das auf Kulturschaffende, die Finanzierung suchen? Im Weiterbildungslehrgang lernen Sie die Akteure, Prozesse und die Besonderheiten der Schweizer Kulturförderung kennen. Sie erhalten Einblick ins Kulturlobbying, in Förderstrategien der öffentlichen Hand und von Stiftungen. Weitere zentrale Inhalte sind Evaluation, rechtliche Rahmenbedingungen wie Kunstfreiheit, Urheber- und Verwertungsrecht. Die erworbenen Kenntnisse sind Basis für den internationalen kulturpolitischen Vergleich und Diskussionen mit Gastreferierenden aus dem In- und Ausland.

"Kulturmanagement ist zwar ohne Kulturpolitik möglich, aber nicht sinnvoll. Die im Kulturmanagement gelehrten Kompetenzen der Produktion, Organisation, Kommunikation und Vermarktung von künstlerischen Projekten und das Leiten von kulturellen Organisationen bedingen immer einen entsprechenden Kontext, ein Bewusstsein für die Zielgruppen und die gesellschaftlichen Tendenzen. Dieser Kontext ist zunehmend instabil und stets das Ergebnis von gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Entscheidungen. Erfolgreiches Kulturmanagement versteht es, sich kreativ mit diesen Faktoren auseinanderzusetzen. (...)"
Philippe Bischof, Direktor Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

Modulplan CAS Kulturpolitik und Kulturrecht 2024

 

Der CAS behandelt folgende Themen:

KulturförderungKulturpolitische ProzesseKultur & Recht
Akteure und InstrumenteLobbyingKunstfreiheit und Kulturgütertransfer
Öffentliche und private KulturförderungKulturstrategieUrheber- und Verwertungsrecht
Kulturpolitische DebattenKulturpolitik im internationalen VergleichEvaluation und Qualitätsmessung

Der CAS Kulturpolitik und Kulturrecht ist obligatorisches Aufbaumodul im MAS Kulturmanagement.

Zielpublikum

Der CAS Kulturpolitik und Kulturrecht richtet sich an alle, die eine kompetenzorientierte Weiterbildung mit zusätzlichem juristischem Schwerpunkt in den Berufsfeldern der Kulturpolitik und Kulturförderung suchen. Nebst Personen aus Verwaltung und Stiftungen sind dies auch Verantwortliche von regional, national oder international ausgerichteten Kulturprojekten und politisch engagierte Kulturschaffende, die sich sicher und gezielt in der Förderlandschaft Schweiz bewegen möchten. Der Weiterbildungskurs ist obligatorisches Aufbaumodul des MAS in Kulturmangement.
 

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt per Mail an skm@unibas.ch. Wir benötigen von Ihnen dazu ein aktuelles Bild (nur für interne Zwecke), einen Lebenslauf sowie eine Kopie Ihres höchsten Studienabschlusses.

Kursorganisation

Der CAS Kulturpolitik und Kulturrecht umfasst 15 Präsenz- sowie Onlinetage und wird mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen. 

Die Lehrveranstaltungen finden in der Regel in einem zweiwöchigen Rhythmus an jeweils zwei Tagen (Freitag und Samstag) in Basel statt. Die Studierenden erwerben die erforderlichen 12 ECTS-Punkte durch ihre Präsenz und aktive Mitwirkung im Unterricht und die abschliessende Prüfung.

Abschluss

Das Certificate of Advanced Studies (CAS) wird von der Universität Basel verliehen. Mit dem Abschluss des CAS Kulturpolitik und Kulturrecht erwerben Sie 12 ECTS-Leistungspunkte, die für das Studium des MAS Kulturmanagement vollumfänglich angerechnet werden.

Dozierende

Die Dozierenden sind anerkannte Fachexpert/innen der Universität Basel und anderer Hochschulen sowie lehrerfahrene Persönlichkeiten aus der Berufspraxis des Kulturmanagements, unter anderem:

 CAS Kulturpolitik und Kulturrecht 2024
 
 
Philippe Bischof, MAS UniBSDirektor der Schweizer Kulturstiftung Pro HelvetiaKulturpolitik auf Bundesebene
Franziska Breuning, Dr. phil.Co-Studiengangleiterin Kulturmanagenement, Universität BaselKulturstrategie, Prozessgestaltung
Manuela Casagrande, MAS UniBSCo-Studiengangleiterin Kulturmanagenement, Universität BaselKulturstrategie, Prozessgestaltung
Aldo Caviezel, MAS UniBSLeiter Amt für Kultur des Kantons Zug, Präsident der Konferenz der kantonalen Kulturbeauftragten (KBK)Kantonale und regionale Kulturförderung
Pamela DürrGründerin der Kulturkosmonauten, Regisseurin, Schauspielerin, Hörspielautorin und Librettistin Evaluation, mit Evaluationen proaktiv arbeiten
Yves FischerStv. Direktor Bundesamt für Kultur (BAK) Kulturpolitik des Bundes
Patrick S. Föhl, Dr.Kulturmanager und Berater, Netzwerk für Kulturberatung, Berlin International: Kulturentwicklungsplanung
Pius KnüselEhemaliger Direktor Pro Helvetia, Kulturarbeiter, Erwachsenenbildner und PublizistKulturpolitische Debatten
Alex MeszmerGeschäftsleiter SuissecultureLobbying, Kulturverbände
Nicolas Mosimann, Dr. iur.

Rechtsanwalt Kellerhals Carrard Basel 

Urheberrecht
Nicole Pfister FetzGeneralsekretärin des European Writes' Council (EWC) Präsidentin Suisseculture Sociale, Präsidentin Gesellschaft für Schweizerische KunstgeschichteLobbying, Kulturverbände
Andrea F. G. Raschèr, Dr. iur.; MAS ZHAWBerater, Coach, Raschèr Consulting. Lehrbeauftragter an der Universität BernKultur und Recht / Kunstfreiheit / Kulturgütertransfer
Christof Schwenkel, Dr. phil. Bereichsleiter Organisation & Verwaltungsmanagement INTERFACE Politikstudien Forschung Beratung GmbHQualitätsmessung / Evaluation
Rico Valär, Dr., MAS UniBSKulturwissenschaftler, Professor für Rätoromanische Literatur und Kultur, Universität ZürichGrundlagen Kulturpolitik und Kulturförderung Schweiz
Tanja Vogel, lic. phil. I;  MAS UniBS

Verantwortliche spartenübergreifende Kulturprojekte Ernst Göhner Stiftung

Förderung durch Stiftungen
Poto Wegener, Dr. iur.Direktor SWISSPERFORMUrheberrecht und Kollektivverwertung
Regula Wolf, MAS IDHEAP Mitgründerin Con·Sense, Expertin und Beraterin für Stiftungs- und Public Management Öffentliche und private Kulturförderung
 Gäste und Fachpersonen aus den Bereichen Kulturpolitik und -förderung ergänzen z.T. die Dozierenden 

Übersicht

Nächste Durchführung

30. August - 6. Dezember 2024

Online Info-Anlass11. März 2024, 17.15 - 18.30 Uhr via Zoom
Anzahl Studientage15 Präsenz- und Onlinetage, Prüfungstag
KostenCHF 5‘800.- inkl. Lernmaterialien
AbschlussZertifikat der Universität Basel

Modulverantwortliche

Modulverantwortliche CAS Kulturpolitik und Kulturrecht

Dr. Franziska Breuning
Primäre Arbeitstage: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag

Tel: +41 61 207 34 78
franziska.breuning@clutterunibas.ch

Franziska Breuning studierte Angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg, wo sie mit Schwerpunkt Musik 1999 promoviert wurde. Die Kulturmanagement-Praxis kennt sie aus mehreren Perspektiven: Vom operativen Konzert- und Festivalmanagement über nationale Vermittlungsprojekte bis zur Gründung und Leitung einer Kulturorganisation, aus der Förderung wie aus dem Lobbying. Sie ist zudem diplomierte Organisationsberaterin und Vorstandsmitglied im trinationalen Fachverband Kulturmanagementforschung.


Statements

Direktor Pro Helvetia & Dozent im CAS Kulturpolitik und Kulturrecht

Philippe Bischof

«Kulturmanagement ist zwar ohne Kulturpolitik möglich, aber nicht sinnvoll. Die im Kulturmanagement gelehrten Kompetenzen der Produktion, Organisation, Kommunikation und Vermarktung von künstlerischen Projekten und das Leiten von kulturellen Organisationen bedingen immer einen entsprechenden Kontext, ein Bewusstsein für die Zielgruppen und die gesellschaftlichen Tendenzen. Dieser Kontext ist zunehmend instabil und stets das Ergebnis von gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Entscheidungen. Erfolgreiches Kulturmanagement versteht es, sich kreativ mit diesen Faktoren auseinanderzusetzen.

Kulturpolitische Ausbildung zeigt auf, wie die Prozesse gestaltet werden, die zu inhaltlichen und finanziellen Entscheidungen führen, welche Interessen dabei eine Rolle spielen, aber auch, welchen Einfluss die Kultur darauf nehmen kann. Und insbesondere erläutert sie, mit welchen Zielen und nach welchen Kriterien in der Kulturförderung Mittel verteilt werden.
Dass die Universität Basel im Rahmen des MAS in Kulturmanagement einen CAS in Kulturpolitik anbietet, ist eine ausgezeichnete Entwicklung des Studiengangs: Erstmals ist es schweizweit möglich, die Grundlagen und Mechanismen der nationalen und internationalen Kulturpolitik systematisch zu studieren und wichtige Akteure kennenzulernen.»

Reto Ambauen

Regisseur, Geschäftsführer Theater Pavillon Luzern, Künstlerischer Leiter VorAlpentheater

Reto Ambauen

«Als Regisseur, Geschäftsführer eines Kulturhauses und künstlerischer Leiter eines Theaters wird vernetztes Denken und kompetentes Handeln in verschiedenen kulturellen Feldern verlangt. Solide Kenntnisse in kulturpolitischen und rechtlichen Fragen sind Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit. Der CAS in Kulturpolitik und Kulturrecht gibt meiner praktischen täglichen Arbeit das theoretische Fundament. Das schafft Sicherheit, Klarheit und Durchblick.»

Katharina Altas

SP-Stadträtin in Bern, Grossratskandidatin und Literaturagentin

Katharina Altas

«Für den CAS in Kulturpolitik und Kulturrecht in Basel habe ich mich entschieden, da ich als Berner Kulturpolitikerin und freischaffende Literaturagentin mehr über die Strukturen der Kulturpolitik erfahren wollte. Der CAS hat mich sehr gut ins Bild gesetzt, welche aktuellen Debatten laufen und wo die Herausforderungen der nächsten Jahre liegen. Die Inputs der hochkarätigen Dozenten und der Austausch mit Dozierenden und Mitstudierenden waren sehr bereichernd. Ich kann den Kurs allen empfehlen.»

Hiromi Gut

künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Vereins #g-classics

Hiromi Gut

«Nach meiner Zeit als Vertretung der Referentin des Intendanten am Konzerthaus Berlin haben wir gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus der Kunstszene das Konzept #guerillaclassics entwickelt. Hiermit verfolgen wir das Ziel hochqualitative klassische Musik einem heterogenen Publikum näher zu bringen und diese Begegnungen digital zu verbreiten. Bei der Umsetzung dieser Idee wurde ich mit Fragestellungen konfrontiert wie: Welche Förderstrukturen gibt es in der Schweiz? Wie kann ein neues, unkonventionelles Projekt professionell gestartet werden? Wie verbreite ich Videos von unseren Auftritten über Social Media, ohne die Persönlichkeitsrechte der Anwesenden zu verletzen?
Für die Auseinandersetzung mit diesen Themen war der CAS in Kulturpolitik und -recht am SKM in Basel genau der richtige Ort. Das offene Klima im CAS ermöglichte spannende Diskussionen, die wichtige Fragen meines professionellen Alltags beantwortet haben.»